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Wärmepumpen in der Haustechnik

Wärmepumpen sind seit Jahrzehnten bekannt, wurden ständig verbessert und gehören heute zu den Techniken, die ausgereift sind und die seit vielen Jahren zigtausendfach, im In- und Ausland ihre Leistungsfähigkeit und ihre Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt haben.

Ausland – ein Stichwort! Bei unseren europäischen Nachbarn haben Wärmepumpen in der Haustechnik einen hervorragenden Platz. So werden zum Beispiel in der Schweiz mehr als 30 % der Neubauten mit Wärmepumpen ausgerüstet. Was in der Schweiz, in Skandinavien, in den Niederlanden oder in Frankreich und in Österreich Gültigkeit hat, kann für uns nicht verkehrt sein.

Mehr und mehr Baufamilien kommen zu dieser Überzeugung und nutzen dieses ausgesprochen umweltschonende Heizsystem. Bei der Entscheidung für die Wärmepumpe zur ausschließlichen Wärmeversorgung des Hauses ist aber nicht nur der Gedanke an die Umwelt und die damit verbundene Verantwortung für die Zukunft die Triebfeder. Für die meisten Baufamilien sind vielmehr wirtschaftliche Überlegungen ausschlaggebend für das Ja zur Wärmepumpe.

Wie, werden Sie jetzt fragen – wirtschaftliche Vorteile? Wie soll das möglich sein? Wie funktioniert eine Wärmepumpe überhaupt? Und geht das denn bei unserem Haus auch? Je länger Sie über das Thema nachdenken, umso mehr Fragen stellen sich Ihnen sicherlich.

Nun, wir wollen Ihnen bei der Beantwortung Ihrer Fragen helfen.

 

 

 

Darum sind Wärmepumpen so vorteilhaft

Heizen und Warmwasserbereitung

Wärmepumpen nutzen Umweltenergien aus dem Erdreich, dem Wasser oder der Luft. Von 100 % Energiebedarf für die Beheizung eines Gebäudes liefert z.B. das Erdreich 75 %. Die restlichen 25 % stammen von dem Stromeinsatz für den Antrieb der Wärmepumpe.

Wärmepumpen heizen mit der Sonne, denn die überwiegende Energiemenge aus der Umwelt ist Sonnenenergie. Diese Energie ist kostenlos, unerschöpflich und erneuert sich ständig wieder.

Wärmepumpen heizen mit äußerst niedrigen Betriebskosten, die bis zu 50 % niedriger sind als bei jedem anderen Heizsystem.

Wärmepumpen helfen die "zweite Miete" deutlich zu senken und sie entlasten so die Haushaltskasse der Familien entscheidend. Damit bieten Wärmepumpen dem Verbraucher und der Volkswirtschaft einen unschätzbaren Nutzen.

Wärmepumpen erfordern keinen speziellen Betriebsraum, keinen Schornstein und auch keinen Tank- bzw. Vorratsraum für Brennstoffe.

Wärmepumpen arbeiten umweltschonend; sie senken, im Vergleich zu einer Gas- oder Ölheizung, die CO2 Emissionen um 30 % und mehr.

Wärmepumpen können mit "grünem" Strom betrieben werden. Sie arbeiten dann völlig CO2-frei; z.B. in Verbindung mit einer Fotovoltaikanlage, die im Laufe eines Jahres die Menge Strom produziert, die für den Antrieb einer Wärmepumpe benötigt wird.

Kühlen

 EinigeWärmepumpenanlagen können auch kühlen. Hierfür bieten sich zwei Varianten an, die sehr kostengünstig zu realisieren sind.

Die passive Kühlung nutz die Energie des Erdreiches, um damit direkt zu kühlen. Eine äußerst energiesparende Kühlmethode, die den Energieverbrauch für die Temperierung eines Gebäudes auf ein Minimum reduziert.

Die aktive Kühlung wird durch Umkehrung der Betriebsweise der Wärmepumpe erreicht. Diese Variante kommt erst dann zum Einsatz, wenn die Leistung der passiven Kühlung nicht mehr ausreichen sollte.

Mit dem Kühlbetrieb bieten Wärmepumpe einen äußerst interessanten Zusatznutzen. Sie sind komfortsteigernd, bei ganz niedrigen Betriebskosten.

Dort, wo neben der Heizung auch die Temperierung zwingend erforderlich ist, ist die Wärmepumpe jedem anderen System überlegen. Denn, nur Wärmepumpen können heizen und kühlen. Der Kühlbetrieb lässt sich mit nur geringen Mehrkosten einfach realisieren.



Zusammenfassung

Wärmepumpen werden seit mehr als 40 Jahren hergestellt. Sie bieten eine ausgereifte, zuverlässige Technik und sie sind wirtschaftlich. Sie können heizen und kühlen, mit sparsamstem Energieeinsatz, bei sehr niedrigen Betriebskosten.



... und noch etwas zum Strom als Antrieb der Wärmepumpen Auch unter Berücksichtigung der Verluste bei der Stromerzeugung sind elektrisch betriebener Wärmepumpen mit Jahresarbeitszahlen über 3,3 ökologisch ausgesprochen sinnvoll. Moderne Wärmepumpen erreichen Jahresarbeitszahlen von mehr als 4 und leisten deshalb einen deutlichen Beitrag zur Reduzierung der CO2 Emissionen. Die Jahresarbeitszahl beziffert das Verhältnis von aufgenommener Antriebsenergie zu abgegebener Heizenergie in einem bestimmten Zeitabschnitt.

 

T.Korth | ticokorth@aol.com